Familie

Mein Frauchen - mein Leitwolf?

Nachdem ich am 07.06.2013 Mutter von 10 schwarzen Schnauzerwelpen geworden bin und am 24.07.2015 immerhin 8 Kinder auf die Welt gebracht habe, will ich die Erweiterung meiner familiären Situation kurz darstellen.

Ich bin eine alleinerziehende Mutter, was ja den meisten Schnauzerhündinnen nicht anders geht. Mein Mann hat sich zwar zweimal auf dem Kastanienhof blicken lassen, um die Früchte seiner Zeugungskraft zu bestaunen, aber er machte sich auch flott wieder vom Acker, als ihm klar wurde, dass die Aufzucht von 10 Kindern mit Arbeit verbunden ist. Auch die Liebesbriefe reduzieren sich in Zahl und Intensität der Erotik, nun, wer realistisch ist, und das bin ich als kluge Schnauzerhündin, hat nichts anderes erwartet. Aber Nickelchen war so charmant, wenn ich an unsere Hochzeitsreise nach Berlin denke, es war ein wunderschöner Traum trauten Zusammenseins...

Jetzt bin ich halt Mutter und das ist eben ein neuer Lebensabschnitt. Die Kinder sind gut geraten, haben alle schon eine freundiche und ambitionierte Famile gefunden  und schreiben begeisterte Briefe, wie toll sie als Einzelhund umsorgt werden...

Kunststück, einen einzelnen groß zu kriegen, aber ich muss mich schier zerreißen, um allen Ansprüchen gerecht zu werden! 

Trotzdem ist das Leben aufregend, auf dem Kastanienhof ist immer viel los.

Ich bin ja echt gespannt, wie das Zusammenleben mit meiner Tochter Amirai so funktioniert, wenn sie endlich ins Haus zieht, stubenrein werden soll, neben mir aus einer eigenen Futterschüssel fressen wird, und ich sie in die Geheimnisse des Lebens als Märchenmühlenschnauzer einweihen werde... (alles schon wieder Geschichte)

Ob sie wohl im Bett schlafen wird? Werden wir zusammen durch Sensenbach streifen? Soll ich ihr meine geheimen Schatzkästchen zeigen? Darüber denke ich schon ernsthaft nach.  

Ich werde weiter berichten (siehe Tagebuch).

Tag 1 im Haus und schon im Bett: oh, oh !?
10 kleine Schnauzerlein...

Bald werden hier die niedlichsten Welpenfotos zu sehen sein.

Aber bis das so weit ist, muss ich ja erst das nächste Mal läufig werden, meinen ausgesuchten Mittelschnauzermann akzeptieren, den Märchenprinzen heiraten, trächtig werden und Junge zur Welt bringen. Ein umfangreiches Programm, wenn Sie mich fragen...

Bis dahin kann ich nur mit meiner zweibeinigen Familie und den Pferden aufwarten, die alle auf dem Kastanienhof leben und arbeiten.

Im Bild sehen sie mein Frauchen, Dr. Sabine Knorr-Henn, Kleintier-Tierärztin. Wir sind ein Team, das sich liebt und respektiert. Mit deren Mann, Dr. Martin Henn, einem Pferdetierarzt, fahre ich gerne auf Praxistour, denn auf den Höfen habe ich viele Freunde, zweibeinige, die mich verwöhnen und vierbeinige, mit denen man spielen, balgen, toben und Hühner jagen kann...  

Außerdem habe ich noch so etwas wie eine große Schwester, Charleen Henn, die der Meinung ist, ich sei nicht anständig erzogen worden und an den Wochenenden, an denen sie aus Marburg vom Psychologiestudium nach Hause kommt, meint, diese Versäumnisse nachholen zu müssen.

Zur weiteren Familie gehören auch noch acht Pferde, sechs wohnen auf dem Kastanienhof, zwei im Reitstall auf dem Erlenhof. Diese Tiere sind Frauchen sehr wichtig, deshalb respektiere ich sie, ich kann sie auch hüten und zusammentreiben, helfe dabei, sie von der Weide in den Stall zu bringen, aber die Biester können auch treten, das habe ich unlängst schmerzvoll erfahren müssen und seitdem bin ich vorsichtig geworden im Umgang mit diesen Giganten...

Wir gehören zusammen
Meine ältere Schwester und ich
Mein Herrchen und ich in Berlin